Transkript

Transkript

Zuvor habe ich eine Ausbildung zum Molkereifachmann gemacht und habe mir dann überlegt, wie kann ich diesen Beruf weiter führen.

Ich habe erst einmal Abitur gemacht und habe dann angefangen Chemie zu studieren und habe dann aber gemerkt, dass mir das viel zu theoretisch ist und habe mich dann dazu entschieden etwas zu suchen was deutlich praktischer orientiert ist und kam dann sehr schnell auf die Hochschule Hannover, die diesen Studiengang Milchwirtschaftliche Lebensmitteltechnologie angeboten hat.

Hier sind Naturwissenschaften, hier ist Technik, wir haben ein bisschen BWL und wir haben die praktische Anwendung von dem, was wir lernen.

Wir haben einen sieben-Semestrigen Bachelorstudiengang. Dabei sind die ersten zwei Semester das Grundstudium. Dabei geht es hauptsächlich um die Grundlage, die man in den Naturwissenschaften benötigt, also Mathe, Physik, Statistik, Informatik, Chemie. Dazu kommt aber auch noch Mikrobiologie und alles was man sonst zu Lebensmitteln und Lebensmittelbehandlungen wissen muss.

Ich war überrascht wie süß und klein es hier ist. Also wie gesagt, vorher Chemie mit 300 Studenten und hier waren wir, glaube ich, am Anfang 90 oder 80.

Man braucht keinen Termin, um bei einem Professor eine Sprechstunde zu halten, da stehen die Türen immer offen. Das ist hier sehr familiär angehaucht.

Nach dem Grundstudium kommt das Hauptstudium mit den Vertiefungen, was im dritten und vierten Semester sich sehr viel auf die Milch spezialisiert. Dann geht es auch los mit den Praktika, die im Technikum stattfinden und oben in der Mikrobiologie, wo man also alles sehr technisch selbst handfertig machen kann und dadurch natürlich viel besser etwas lernen und verstehen kann.

Im Milchtechnologischen Praktikum haben wir viele verschiedene Produkte hergestellt. Speisequark, Trinkjoghurt war auch schon, oder ein Schokodessert. Verschiedene Sorten von Käse. Da hat man einfach wirklich ein Beispiel, was macht man später mit dem Wissen, was man hat.

Nachdem man Milchtechnologie und Verfahrenstechnik kennengelernt hat, geht es dann im fünften Semester in die Praxisphase, in einen Betrieb, in ein Unternehmen. Man kann ins Ausland gehen, man kann im Inland bleiben.

Das ist der erste Kontakt mit den Unternehmen, den man aufnimmt. Dann kommt man im sechsten Semester noch einmal hier her und lernt allgemein viel über Lebensmittel, über Lebensmittelanlagen und deren Verarbeitung.

Das ist ein super Vorteil, wenn man so breit aufgestellt ist,  dass man in vielen verschiedenen Bereichen arbeiten kann. Man ist auch nicht nur auf die Milchindustrie beschränkt, man kann auch in die Schokoladenindustrie gehen, Süßwarenindustrie.

Danach dann, im siebten Semester scheibt man den Bachelor, wenn es gut läuft, und dann geht man wieder in ein Unternehmen oder schreibt die Bachelorarbeit an der Hochschule und sammelt dann auch während der Bachelorarbeit weiter praktische Erfahrungen.

Diese Kombination, die man hier wählen kann, aus Technik, Naturwissenschaften und alles was herum dazu gehört, vor allem die Praktika fand ich sehr passend für mich und ich bin damit auch sehr zufrieden.