Alte Kunst – Neu erforscht

Zwei Wissenschaftlerinnen untersuchen die Goldene Tafel in Hannover

Im Niedersächsischen Landesmuseum Hannover untersucht ein interdisziplinär besetztes Team die Goldene Tafel, ein Hauptwerk der Internationalen Gotik. Dabei unterscheiden sich die Forscherinnen in ihren Herangehensweisen und Fragestellungen an das Objekt – und verfolgen doch das gleiche Ziel.

10.12.2015
1366
Bereitgestellt durch: VolkswagenStiftung

Das Forschungsprojekt „Die Goldene Tafel“

­

Die Goldene Tafel aus der Benediktinerklosterkirche St. Michaelis zu Lüneburg ist eines der bedeutendsten Werke der Internationalen Gotik um 1400. Nicht nur die herausragende künstlerische Qualität zeichnet das wandelbare Hochaltarretabel aus. Auch die Kombination unterschiedlicher Gattungen und Techniken sowie die Integration von Reliquien und einer Goldschmiedearbeit machen das komplexe Ensemble zu einem Hauptwerk der Epoche.

In einem interdisziplinären Forschungsprojekt, das die VolkswagenStiftung im Rahmen der Förderinitiative „Forschung in Museen“  unterstützt, wird der Altar nun umfassend untersucht:  Die Erforschung der Goldenen Tafel

­

aus kunsthistorischer, historischer und kunsttechnologischer Perspektive soll unter anderem Fragen nach der genauen Datierung, dem Werkprozess und dem historischen Entstehungskontext beantworten.

Besucher des Landesmuseums können die Arbeit der Restauratoren und Kunsthistoriker durch eine offen gestaltete Werkstatt mitverfolgen.