Musikwissenschaft

Die Wissenschaft der Töne

Durch Forschung wird Musik erklärt, verstanden, weiterentwickelt. In Hannover arbeitet man in den Disziplinen Musikethnologie, Systematische und Historische Musikwissenschaft ganz nah an der Praxis. Und schafft für die Studierenden einen besonders inspirierenden Nährboden für die Verschränkung von Wissen und Kunst.

28.10.2015
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Starke Verbündete

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An einer der größten und renommiertesten künstlerisch-wissenschaftlichen Hochschulen Europas findet Musikforschung unter besonders inspirierenden Bedingungen statt: sowohl in selbstverständlicher Nähe zur musikalischen Praxis als auch mit außergewöhnlichen Kooperationsmöglichkeiten.

Signifikant für die Musikwissenschaft in Hannover sind interdisziplinäre Kooperationen, Vernetzungen in Forschungsverbünden und die Zusammenarbeit auch mit außeruniversitären Forschungseinrichtungen.

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­Die künstlerische Praxis der HMTMH prägt und inspiriert die Fragestellungen musikwissenschaftlicher Forschung und den Wissenstransfer.

Studierende der künstlerischen Studiengänge, der Schulmusik und der Musikwissenschaft werden gleichermaßen gezielt auf berufliche Möglichkeiten vorbereitet und im Hineinwachsen in einen kulturvermittelnden oder wissenschaftlichen Werdegang ganzheitlich betreut.

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­Unter dem Dach des im Frühjahr 2012 gegründeten Musikwissenschaftlichen Instituts forschen und lehren Wissenschaftler aus der Systematischen und Historischen Musikwissenschaft sowie aus der Musikethnologie.

Ausweis für Stärke und Vielfalt der Teildisziplinen sind drei selbstständige musikwissenschaftliche Forschungseinrichtungen, die hoch spezialisiert und geachtet sind.

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Das Forschungszentrum Musik und Gender (fmg) fördert die Gender-Forschung im Fach Musikwissenschaft und rückt Leben und Werk bislang zu Unrecht vernachlässigter Komponistinnen und Interpretinnen sowie gesamtkulturelle und gesellschaftlich-soziale Prozesse in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. 

Ziel der Musikethnologie im Verbund mit dem Center for World Music an der Stiftung Universität Hildesheim ist die interdisziplinäre Erforschung und didaktische Aufbereitung des zeitgenössischen Musiklebens weltweit.

Die musikpsychologische Forschungseinrichtung Hannover Music Lab schließlich beschäftigt sich mit der Wahrnehmung, dem Erleben, der kognitiven Verarbeitung und der Wirkung von Musik.

Musikwissenschaft ganz praktisch

Was sagen die Experten?

Musikforschung und Musikvermittlung

„An einer künstlerisch-wissenschaftlichen Hochschule Musikwissenschaft studieren – das war genau das, was ich wollte“, sagt Maria Bychkova. Die Ukrainerin studiert im forschungsorientierten Masterstudiengang „Musikforschung und Musikvermittlung“.

Dieser gibt fundierte Einblicke in die Historische Musikwissenschaft, Musikethnologie und Musikpsychologie und räumt eigenen Forschungsprojekten studienbegleitend großen Raum ein. Gleichzeitig dient ein Viertel des Studiums dazu, den eigenen Horizont durch einen Fach- oder Disziplinwechsel (innerhalb der HMTMH) und einen Ortswechsel an eine benachbarte Universität zu erweitern. Ein deutschlandweit einmaliges Angebot!

Promotion

1978 war die HMTMH die erste ihre Art, die in Deutschland das Promotions- und Habilitationsrecht erhielt. Im Sommersemester 2013 belegen 40 Doktoranden die Attraktivität der HMTMH für Promotionsvorhaben unter anderem in der Musikwissenschaft.

Gefördert werden ausdrücklich auch Quereinsteiger mit interessanten Biografien, innovativen und praxisrelevanten Forschungsvorhaben oder interdisziplinär angelegten Konzepten. Um das hohe wissenschaftliche Niveau zu sichern, ist der Zulassungsprüfung eine anspruchsvolle Qualifikationsphase vorgeschaltet.

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Höchst effektiv wird der Promotionsstudiengang durch intensiven Austausch zwischen den Promovierenden und ihren Lehrenden sowie durch wöchentliche Kolloquien mit Teilnahmepflicht.

 Für ein Mehr an Zeit hat die HMTMH das Rigorosum abgeschafft, für ein Mehr an Transparenz die Notengebung den Qualitätskriterien der Deutschen Forschungsgemeinschaft angepasst. Formale Sicherheit gibt der in der Promotionsordnung festgeschriebene „Betreuungsvertrag“, der Berichts- wie Supervisionspflicht schriftlich regelt.

Gemeinsam an Themen arbeiten

Der Doktorandentag der HMTMH