20 Jahre Wohnheim-Tutorenprogramm

Begegnen, austauschen, unterstützen!

Studierende integrieren Studierende: in den 16 Wohnheimen des Studentenwerks Hannover unterstützen zehn studentische Tutorinnen und Tutoren aus neun Ländern ihre internationalen Kommilitoninnen und Kommilitonen sich in Hannover und im Studium zurechtzufinden. Sie helfen bei praktischen Problemen im Alltag und sorgen durch gemeinsame Veranstaltungen dafür, dass sich internationale und einheimische Studierende besser kennenlernen. Ein Erfolgsmodell, das dieses Jahr seinen 20. Geburtstag feiert.

11.01.2018
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Bereitgestellt durch: Studentenwerk Hannover

Bihan Zhuang

Franz Harke

Ghada Khamassi

Guelsuem Elif Guel

Kanj Hatoum

Oussama Bounouar

Payvand Ghaem Maghami

Jakub Zakrzewski und Jun Zhao

Transkript

Trankript: 20 Jahre Wohnheim-Tutorenprogramm - Begegnen, austauschen, unterstützen!

Linda Wilken, Abteilungsleiterin Soziales und Internationales Studentenwerk Hannover: Das Tutorenprogramm gibt es seit ziemlich genau 20 Jahren. Wir starteten damit 1997. Es gab eigentlich zwei Anlässe. Zum einen wurde Deutschland vor 20-30 Jahren als Studienstandort für internationale Studierende immer beliebter. Und die internationalen Studierenden haben sich sehr gerne die Wohnheime als Wohnort ausgesucht. Das hat zwei Gründe, zum einen sind bei uns die Mieten geringer als auf dem freien Wohnungsmarkt. Zum anderen ist es so, dass sie natürlich wussten, dass sie hier Mitstudierende treffen werden.

Peyvand Ghaem Maghami, Tutor seit 2014: Ich bin seit 3,5 Jahren beim Studentenwerk Hannover als Tutor zur Betreuung der ausländischen Studierenden tätig und stehe sehr gerne für die Probleme der Studierenden zur Verfügung. Kontoeröffnung bei der Bank, Visumsverlängerung bei der Ausländerbehörde oder Krankenversicherung bei den gesetzlichen Krankenkassen.

Linda Wilken: Wir stellen die Tutorinnen und Tutoren als studentische Hilfskräfte ein. Die Tutorinnen und Tutoren leisten in den Wohnheimen großartige Arbeit. Sie sorgen dafür, dass es ein gutes Miteinander von internationalen und einheimischen Studierenden gibt und das muss unserer Meinung nach auch honoriert werden und deswegen bezahlen wir die Tätigkeit auch entsprechend.

Nathalie Foury-Feesche, ehemalige Tutorin (1998 bis 2004): Wie das Tutorenprogramm heute ist, weiß ich nicht, aber damals war es eine ganz sinnvolle Sache bei der Studierende anderen Studierenden geholfen haben. Wir waren ein kleines Team von glaube ich 10 Personen. Wir haben Kochabende gemacht. Wir waren in der Oper. Wir haben alle möglichen Ausflüge gemacht. Wir sind nach Hameln und Celle gefahren. Wir haben anderen ausländischen Studierenden geholfen, sich zurecht zu finden.

Bihan Zhuang, Tutorin seit 2016: Ich heiße Bihan Zhuang und komme aus China. Ich bin schon seit 7 Jahren in Hannover und studiere im Master Wirtschaftsingenieur. Seit einem Jahr arbeite ich beim Studentenwerk Hannover und auch seit fast einem Jahr mache ich das Tutorenprogramm.

Linda Wilken: Es werden regelmäßig Sozialerhebungen durchgeführt, auch für die Lebenssituation von internationalen Studierenden. 1996 ist die erste Erhebung für internationale Studierende herausgekommen. Eines der Ergebnisse war, dass internationale Studierende sich mehr Kontakt zu den einheimischen Studierenden wünschen.

Peyvand Ghaem Maghami: Das was ich damals bekommen habe, als ich angekommen bin, kann ich jetzt an andere ausländische Studierende weitergeben.

Nathalie Foury-Feesche: Ich kann jedem empfehlen, das in Anspruch zu nehmen, sich zu engagieren und davon zu profitieren.

Bihan Zhuang: Ich will immer weitermachen, solange ich kann.

Linda Wilken: Ich persönlich freue mich sehr, dass wir das Programm in der Form wie wir es uns vor 20 Jahren überlegt haben, auch weiterführen. Und wenn ich sehe wie internationale und einheimische Studierende in den Wohnheimen besser durch unser Engagement zusammen kommen, dann ist das einfach immer wieder eine Freude.