﻿WEBVTT

00:00:06.040 --> 00:00:09.040
Wie misst man das Unvorstellbare?

00:00:09.560 --> 00:00:12.920
Im Forschungsschwerpunkt Quantenoptik
und Gravitationsphysik

00:00:12.920 --> 00:00:14.760
der Leibniz Universität Hannover

00:00:14.760 --> 00:00:20.040
arbeiten mehr als 350 Forschende an der
Schnittstelle von Licht und Schwerkraft,

00:00:20.040 --> 00:00:22.880
Raum, Zeit und Materie.

00:00:22.880 --> 00:00:29.320
Die Grenzen des Messbaren verschieben
im Kleinsten wie auch im Größten.

00:00:32.840 --> 00:00:35.760
In unserem Exzellenzcluster
QuantumFrontiers

00:00:35.760 --> 00:00:40.080
entwickeln wir unter anderem die
genauesten Atomuhren Europas.

00:00:40.080 --> 00:00:44.040
Sie schaffen ganz neue Möglichkeiten
in der Fundamentalphysik

00:00:44.040 --> 00:00:47.680
etwa, um das Rätsel der
dunklen Materie zu lösen

00:00:47.680 --> 00:00:51.720
und bieten Anwendungsfelder zum Beispiel
in der exakten Höhenmessung.

00:00:52.360 --> 00:00:57.840
Im Netzwerk Quantum Valley Lower Saxony
bringen wir das Quantencomputing voran:

00:00:57.840 --> 00:01:00.320
eine Technik, die Materialwissenschaft,

00:01:00.320 --> 00:01:04.640
Kryptographie und Kommunikation
revolutionieren wird.

00:01:05.320 --> 00:01:07.120
Forschende der LUH haben

00:01:07.120 --> 00:01:10.440
gemeinsam mit dem Max-Planck-Institut
für Gravitationsphysik

00:01:10.440 --> 00:01:15.240
einen wesentlichen Beitrag zum Nachweis
der Gravitationswellen geleistet.

00:01:16.000 --> 00:01:18.960
Im Gravitationswellendetektor GEO600

00:01:18.960 --> 00:01:23.160
sind Techniken entwickelt worden,
die ihren Nachweis erst ermöglicht haben.

00:01:25.480 --> 00:01:30.520
In einem Prototyp am Albert-Einstein-Institut
entwickeln wir diese Technologien weiter

00:01:30.520 --> 00:01:34.680
für Detektoren mit noch viel
höherer Empfindlichkeit.

00:01:34.680 --> 00:01:38.760
In unserem Mischungskryostat,
einer Art Superkühlschrank,

00:01:38.760 --> 00:01:42.600
herrschen Temperaturen knapp über
dem absoluten Nullpunkt.

00:01:42.600 --> 00:01:45.680
Dort erforschen wir, wie sich
Störquellen in künftigen

00:01:45.680 --> 00:01:49.320
Gravitationswellendetektoren
reduzieren lassen.

00:01:50.480 --> 00:01:53.480
Im Einstein-Elevator im
HITec sind Versuche

00:01:53.480 --> 00:01:57.000
unter verschiedenen
Gravitationsbedingungen möglich.

00:01:57.000 --> 00:02:00.960
In dem 40 Meter hohen Fallturm
werden Verhältnisse simuliert,

00:02:00.960 --> 00:02:04.760
die denen des Mondes, des Mars
oder des Weltalls entsprechen

00:02:04.760 --> 00:02:07.480
ganz ohne aufwändige
Weltraummissionen.

00:02:07.480 --> 00:02:11.800
Zum Beispiel, um Produktionstechnologien
für den Weltraum zu erforschen.

00:02:12.720 --> 00:02:15.880
Aber auch echte Raketenstarts gab es schon:

00:02:15.880 --> 00:02:20.760
Im Projekt MAIUS wurden zweimal Forschungsraketen
von Schweden aus ins All geschossen.

00:02:21.000 --> 00:02:24.360
Während der Flüge wurden jeweils mehr als
einhundert Quantenversuche

00:02:24.360 --> 00:02:27.640
unter Schwerelosigkeit durchgeführt.

00:02:28.320 --> 00:02:32.760
Und auch bei Satellitenmissionen
ist die LUH mit an Bord.

00:02:32.760 --> 00:02:36.760
Das MPI für Gravitationsphysik entwickelt
gemeinsam mit der LUH

00:02:36.760 --> 00:02:42.440
Schlüsseltechnologien für die LISA-Mission
der Europäischen Weltraumorganisation.

00:02:42.440 --> 00:02:47.080
Dieser Gravitationswellendetektor
im All soll völlig neue Informationen

00:02:47.080 --> 00:02:51.000
über die unsichtbare Seite des
Universums sammeln.

00:02:53.360 --> 00:02:57.400
Die Satellitenmission GRACE Follow-On
beobachtet vom All aus

00:02:57.400 --> 00:03:01.480
Anzeichen des Klimawandels durch
Veränderungen im Erd-Gravitationsfeld

00:03:01.480 --> 00:03:07.440
wie das Schwinden des Grönlandeises und
den globalen Meeresspiegelanstieg.

00:03:07.440 --> 00:03:10.480
Wie die zwei Satelliten
miteinander kommunizieren,

00:03:10.480 --> 00:03:15.720
kann im Labor  in Hannover auch für
Folgemissionen präzise simuliert werden.

00:03:16.400 --> 00:03:22.000
Für hochgenaue Schwerefeld-Messungen
entsteht im HITec eine Atomfontäne.

00:03:22.000 --> 00:03:25.440
Mit diesem weltweit einzigartigen,
10 Meter hohen Gerät

00:03:25.720 --> 00:03:29.400
kann die Erdanziehung exakt
gemessen werden.

00:03:29.400 --> 00:03:33.960
Diese Erkenntnisse sollen auch in mobile Geräte
einfließen, die in der Beobachtung

00:03:33.960 --> 00:03:38.520
von Grundwasserprozessen oder der
Vulkanforschung zum Einsatz kommen.

00:03:39.280 --> 00:03:43.760
An der Leibniz Universität Hannover
lehren, lernen, forschen

00:03:43.760 --> 00:03:48.640
und arbeiten wir im Geiste unseres
Namenspatrons Gottfried Wilhelm Leibniz.

00:03:48.640 --> 00:03:50.000
Unser Motto:

00:03:50.000 --> 00:03:51.480
Global denken,

00:03:51.480 --> 00:03:53.280
interdisziplinär forschen,

00:03:53.280 --> 00:03:54.760
Leibniz leben.
