Milchwirtschaftliche Lebensmitteltechnologie

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In dem Studiengang geht es um viel mehr als nur darum,  Milch abzufüllen. Die verschiedenen Abläufe verlangen ein Verständnis für chemische, biologische und  technische Prozesse. Die  Ausbildung an der Hochschule Hannover bietet Abwechslung und zahlt sich später auf dem Arbeitsmarkt aus. Der Studiengang „Milchwirtschaftliche Lebensmitteltechnologie“ ist in Deutschland einzigartig und die Absolventinnen und Absolventen aus Hannover sind in vielen Unternehmen bereits als geschätzte Fachleute beschäftigt.

Milchwirtschaftliche Lebensmitteltechnologie im Berufsleben

98 Prozent unserer Absolventinnen und Absolventen finden nach Abschluss ihres Studiums meist schnell eine Anstellung. Ob in der Industrie, bei Behörden und Verbänden oder auch in Unternehmensberatungen, die Tätigkeitsfelder sind breit gefächert.

Mögliche Berufsfelder gibt es im gesamten Bereich der Lebensmittelindustrie, beispielsweise in der Produktion und Technik, dem Qualitätsmanagement, der Qualitätssicherung sowie im Controlling und im Einkauf. Auch in der Zuliefererindustrie (Aromen, Fruchtzubereitungen, Kulturen, Enzyme und Stabilisatoren) stehen den Absolventinnen und Absolventen die Türen offen, so in der technischen Beratung, dem Vertrieb im In- und Ausland sowie im Bereich Forschung und Entwicklung. Die Planung und Projektierung von Prozessanlangen sowie die Projektabwicklung und Inbetriebnahme solcher Anlagen stellen ebenfalls ein zukünftiges Arbeitsfeld dar.

Transkript: Mehr als nur Milch

Transkript: Mehr als nur Milch

Zuvor habe ich eine Ausbildung zum Molkereifachmann gemacht und habe mir dann überlegt, wie kann ich diesen Beruf weiter führen.

Ich habe erst einmal Abitur gemacht und habe dann angefangen Chemie zu studieren und habe dann aber gemerkt, dass mir das viel zu theoretisch ist und habe mich dann dazu entschieden etwas zu suchen was deutlich praktischer orientiert ist und kam dann sehr schnell auf die Hochschule Hannover, die diesen Studiengang Milchwirtschaftliche Lebensmitteltechnologie angeboten hat.

Hier sind Naturwissenschaften, hier ist Technik, wir haben ein bisschen BWL und wir haben die praktische Anwendung von dem, was wir lernen.

Wir haben einen sieben-Semestrigen Bachelorstudiengang. Dabei sind die ersten zwei Semester das Grundstudium. Dabei geht es hauptsächlich um die Grundlage, die man in den Naturwissenschaften benötigt, also Mathe, Physik, Statistik, Informatik, Chemie. Dazu kommt aber auch noch Mikrobiologie und alles was man sonst zu Lebensmitteln und Lebensmittelbehandlungen wissen muss.

Ich war überrascht wie süß und klein es hier ist. Also wie gesagt, vorher Chemie mit 300 Studenten und hier waren wir, glaube ich, am Anfang 90 oder 80.

Man braucht keinen Termin, um bei einem Professor eine Sprechstunde zu halten, da stehen die Türen immer offen. Das ist hier sehr familiär angehaucht.

Nach dem Grundstudium kommt das Hauptstudium mit den Vertiefungen, was im dritten und vierten Semester sich sehr viel auf die Milch spezialisiert. Dann geht es auch los mit den Praktika, die im Technikum stattfinden und oben in der Mikrobiologie, wo man also alles sehr technisch selbst handfertig machen kann und dadurch natürlich viel besser etwas lernen und verstehen kann.

Im Milchtechnologischen Praktikum haben wir viele verschiedene Produkte hergestellt. Speisequark, Trinkjoghurt war auch schon, oder ein Schokodessert. Verschiedene Sorten von Käse. Da hat man einfach wirklich ein Beispiel, was macht man später mit dem Wissen, was man hat.

Nachdem man Milchtechnologie und Verfahrenstechnik kennengelernt hat, geht es dann im fünften Semester in die Praxisphase, in einen Betrieb, in ein Unternehmen. Man kann ins Ausland gehen, man kann im Inland bleiben.

Das ist der erste Kontakt mit den Unternehmen, den man aufnimmt. Dann kommt man im sechsten Semester noch einmal hier her und lernt allgemein viel über Lebensmittel, über Lebensmittelanlagen und deren Verarbeitung.

Das ist ein super Vorteil, wenn man so breit aufgestellt ist,  dass man in vielen verschiedenen Bereichen arbeiten kann. Man ist auch nicht nur auf die Milchindustrie beschränkt, man kann auch in die Schokoladenindustrie gehen, Süßwarenindustrie.

Danach dann, im siebten Semester scheibt man den Bachelor, wenn es gut läuft, und dann geht man wieder in ein Unternehmen oder schreibt die Bachelorarbeit an der Hochschule und sammelt dann auch während der Bachelorarbeit weiter praktische Erfahrungen.

Diese Kombination, die man hier wählen kann, aus Technik, Naturwissenschaften und alles was herum dazu gehört, vor allem die Praktika fand ich sehr passend für mich und ich bin damit auch sehr zufrieden.

Transkript: Traumjob in der Milchstrasse

Transkript: Traumjob in der Milchstrasse

(Cobers Mohr, Werkleitung Ostsee-Molkerei Rücker Wismar)

Ich brauche jeden Morgen, wenn ich die Tür von der Molkerei aufmache, den süßlichen Geruch der Milch in der Nase. Das ist für mich das A und O.

(Wiebke Thomsen, Abteilungsleitung Marketing Molkerei Rücker)

Ich bin ein Kind der Milch. Meine Eltern haben zuhause einen Milcherzeugerbetrieb. Und die Milch als Rohstoff, die Tiere, das hat mich schon immer interessiert.

(Christian Niebuhr, Abteilungsleitung Kulturenanwendung Christian Hansen)

 Ich sag mal: Ein guter Käse ist eigentlich daraus entstanden, dass es ein Misserfolg war. Und dass man sich den dann trotzdem wieder zugute gemacht hat, so dass es ein Top-Produkt wurde.

(Cobers Mohr, Werkleitung Ostsee-Molkerei Rücker Wismar)

Ich bin Werksleiter einer Molkerei und wir produzieren hier am Standort Käse. Ich habe hier die Verantwortung für den reibungslosen Produktionsablauf, von der Milchannahme bis hin zum fertigen Endprodukt.

(Christian Niebuhr, Abteilungsleitung Kulturenanwendung Christian Hansen)

Ich bin bei Christian Hansen tätig. Wir produzieren gute Bakterien, damit aus der Milch Käse entsteht. Ich bin zum Beispiel tätig für die Molkereien. Ich bin dort vor Ort, bespreche die  Rezepturen, wie der Käse hergestellt werden kann, welche Bakterien man ansetzen könnte, um einen guten Geschmack im Käse zu entwickeln, oder wie die Löcher in den Käse kommen. Dafür gibt es auch Bakterien.

(Wiebke Thomsen, Abteilungsleitung Marketing Molkerei Rücker)

Ich bin die Abteilungsleitung der Molkerei Rücker für das Marketing. Zu den Aufgaben des Marketings gehört an allererster Stelle die Verpackung, als unser Heiligtum und sehr wichtiges Kommunikationsinstrument für den Endverbraucher. Wir unterstützen bei der Produktentwicklung, kommen mit neuen Ideen.

(Cobers Mohr, Werkleitung Ostsee-Molkerei Rücker Wismar)

Ich habe in Hannover Milchwirtschaftliche Lebensmitteltechnologie studiert. Ich hatte nach dem Abschluss meines Studiums diverse Möglichkeiten.

(Christian Niebuhr, Abteilungsleitung Kulturenanwendung Christian Hansen)

Studiert habe ich Milchwirtschaftliche Lebensmitteltechnologie in Hannover. Stark haben mich damals im Studium die Forschung und Entwicklung interessiert.

(Wiebke Thomsen, Abteilungsleitung Marketing Molkerei Rücker)

Es hört sich unnatürlich an für einen Technologen, im Marketing zu landen, aber ich kann vieles, was ich im Studium gelernt habe, dort gut anwenden.

(Cobers Mohr, Werkleitung Ostsee-Molkerei Rücker Wismar)

Eins der facettenreichsten Studiengänge, die ich bislang kennengelernt habe.

(Christian Niebuhr, Abteilungsleitung Kulturenanwendung Christian Hansen)

Auf jeden Fall ist es ein gutes Sprungbrett, um in das Berufswesen zu starten. Man wird sehr gut vorbereitet, man kriegt einen sehr guten Praxisbezug und kann natürlich darauf aufbauen, dass man dieses Wissen auch in verschiedene Bereiche einfließen lassen kann. Also es spielt halt keine Rolle, ob ich nun in die Molkerei gehe, oder ob ich in die Fleischwirtschaft gehe oder sogar in den Anlagenbau.

(Cobers Mohr, Werkleitung Ostsee-Molkerei Rücker Wismar)

Ich weiß ganz genau, dass ich hier richtig bin und habe auch den Weg und die Entscheidung, das Studium anzutreten, nie bereut.

(Wiebke Thomsen, Abteilungsleitung Marketing Molkerei Rücker)

Der Studiengang Milchwirtschaftliche Lebensmitteltechnologie, der bringt unglaubliche Chancen am Markt mit sich. Gerade weil man so breitgefächert ausgebildet ist, wird man mit Kusshand genommen. Das kann ich wirklich so sagen.

(Christian Niebuhr, Abteilungsleitung Kulturenanwendung Christian Hansen)

Ich kann halt neue Produkte kreieren und freue mich dann jeden Tag, wenn ich selber in den Supermarkt gehe und weiß, da habe ich mit dran gearbeitet.