My Erasmus year in Hannover

Neue Stadt, neue Freunde, neues Leben

Steven Wright entschied sich für ein Erasmusjahr an der FHDW Hannover. Der britische Student beschreibt seine Erlebnisse während seiner Zeit in Deutschland. Neben der Sprachbarriere, kulturellen Unterschieden und Reisen quer durchs Land, erzählt er auch von seiner deutschen Lieblingsspeise. Was gefiel ihm besonders in Hannover? Und warum lohnt es sich hier ein Auslandssemester zu verbringen? 

30.01.2017
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Transkript: Steven's Story

Transkript: Steven's Story

„Mein Name ist Steven Wright, ich bin 22 Jahre alt und komme aus Birmingham, Großbritannien. Der Grund, warum ich die FHDW gewählt habe, ist, dass man dort ein duales Studium absolvieren kann. Man kann gleichzeitig arbeiten und studieren. Erst studiert man drei Monate, dann arbeitet man drei Monate und dann kommen wieder drei Monate Studium. So kann man das, was man gelernt hat, auch wirklich in der Praxis anwenden. Ich habe an der FHDW Kurse in International Management belegt. Diese decken alles ab, von der Landeskultur über Leadership, Change und Strategiemanagement. Alle Kurse wurden auf Englisch abgehalten, allerdings war die Sprachbarriere außerhalb der Kurse oft schon ein Problem. Allgemein mit anderen in Kontakt zu kommen oder auch Dinge zu bestellen. Also musste ich meine Freunde um Hilfe bitten. Was sie auch gerne getan haben. Nach dem Unterricht bin ich mit meinen Freunden gern etwas essen gegangen. Ich habe sehr gerne Currywurst gegessen, als ich in Deutschland war. Es ist mein liebstes Essen in ganz Deutschland. Außerdem hat es mir Spaß gemacht, alle Ecken von Hannover mit dem U-Bahn-System zu erkunden. Mein Lieblingsort in Hannover ist das Rathaus. Dann kommt der Maschsee, der wirklich sehr schön ist. Und als letztes die HDI-Arena, das Heimatstadion von Hannover 96, meinem Lieblingsfußballverein in Deutschland.

Typisch deutsch? Man muss gleich zum Punkt kommen. Die Deutschen machen nicht so gerne Smalltalk. Sie sagen einfach, was Sache ist. Außerdem, und hier trifft das Klischee wirklich zu, sind sie pünktlich. Alle sind pünktlich in Deutschland, selbst die Deutsche Bahn. Manchmal. Und dann ist da noch Fußball. Das läuft sehr ähnlich wie bei uns ab. Bier vor dem Spiel. Anfeuern, singen bei den Fußballspielen.

Ich war überall in Deutschland unterwegs, bis in alle vier Ecken des Landes. Zuerst war ich im Norden in Hamburg. Dann bin ich in den Süden nach Bayern gereist, nach München und Nürnberg. Und im Westen habe ich Köln und Düsseldorf besucht. Und im Osten meinen Lieblingsort, die Hauptstadt von Deutschland, Berlin. An alle ausländische Studenten, die nach Hannover kommen: Es ist wirklich eine tolle Stadt, weder zu groß, noch zu klein, sondern gerade richtig. Und man bekommt alles. Das öffentliche Verkehrsnetz ist sehr gut ausgebaut und die Leute hier sind großartig. Alles, was man braucht, findet man in Hannover. Ganz ehrlich, es war eine einmalige Gelegenheit. Es war großartig, eine grandiose Erfahrung. Ein Teil von mir wird von jetzt an immer ein klein wenig Hannoveraner bleiben.“

Transkript: The Teacher

Transkript: The Teacher

„Mein Name ist Pamela Seidel, ich komme aus England und bin in Brighton groß geworden. Seit 1975 wohne ich hier in Deutschland, in der Nähe von Hannover. Ich unterrichte seit 1997 an der FHDW.

Häufig werde ich von Studenten gefragt, wie es ist im Ausland zu studieren, oder ein Praktikum in einem anderen Land zu absolvieren und ob es Fördermittel gibt. Es gibt auch die Möglichkeit eine  Summer School zu besuchen, die jedes Jahr in Schottland stattfindet. Dazu werde ich auch sehr oft gefragt.

Incoming-Studenten sind relativ neu in unserem Erasmus-Programm. Viele Erfahrungen haben wir damit noch nicht.  Sobald ich von unserer Partner-Uni eine Liste mit Interessenten bekomme, schreibe ich allen persönlich und verschicke Informationen über das Studium und die möglichen Module, die sie wählen können.

Steven war wirklich eine Bereicherung für uns. Er hat mehrere Klassen besucht. Alle Studenten, die International Management studierten, haben ihn kennengelernt. Steven hat immer sehr viel zu den Diskussionen beigetragen und es war interessant, seine Beobachtungen, z.B. über die Deutschen mitzuerleben. Das fand ich sehr positiv.

Ich empfehle unseren Studenten, die Gelegenheit wahrzunehmen, ins Ausland zu gehen. Das ist eine Bereicherung. Nicht nur für die Sprachkenntnisse, sondern auch, um andere Leute kennenzulernen. Und ich rate dazu, das Land zu entdecken, soweit es möglich ist und nicht nur in der Universitätsstadt zu bleiben.“

Transkript: Praktikum bei Aventics

Transkript: Praktikum bei Aventics

Steven Wright: Ich habe mein Praktikum bei der Aventics (Pneumatics) GmbH in Laatzen absolviert. Ich habe die Stelle über meinen Professor erhalten, der mir sagte, ich sollte mit jemandem im Unternehmen Kontakt aufnehmen. Das habe ich gemacht und dann hat er dafür gesorgt, dass ich die Stelle bekomme. Ich habe von Januar bis März dort gearbeitet, in den Bereichen internationaler Vertrieb und Geschäftsentwicklung. Ich habe mit Menschen aus der ganzen Welt zusammengearbeitet, was wirklich spannend war. Ich habe zudem die Preisgestaltung für China, Polen und Norwegen geplant, was sehr interessant für mich war, denn so konnte ich das, was ich an der Uni gelernt hatte, in der Praxis umsetzen. Ich hatte Kontakt mit Kollegen in Amerika, Indonesien, Japan und natürlich Deutschland, was meine internationalen Kommunikationsfertigkeiten verbessert hat.

Es war eine wichtige Erfahrung für meine zukünftige Entwicklung. Vor einigen Wochen hatte ich ein Vorstellungsgespräch bei der Barcleys Bank und einer der Hauptpunkte des Gesprächs war, dass sie sehr beeindruckt waren von meiner internationalen Berufserfahrung. Sie haben mich immer wieder gefragt, was hast du dort gemacht, wie hast du neue Dinge wahrgenommen und wie bist du damit umgegangen, international zu arbeiten. Und es war in der Tat ein wichtiger Grund dafür, warum ich überhaupt zum Vorstellungsgespräch eingeladen wurde, da ich mich von der Masse abgehoben habe.